MO. 27. Januar bis MI. 29. Januar 2025
Unsere letzten Tage in Ronda.
MONTAG, 27. Januar 2025
Heute sagt die Wetter-App Regen voraus – also beste Voraussetzungen für einen gemütlichen Tag im WoMo 😊.
Stefan fährt dennoch kurz nach 8 Uhr zur Stierkampfarena – Freier Eintritt für EU-Bürger von 8 – 10 Uhr 😉.






Als er zurückkommt, frühstücken wir ausgiebig.

Am Nachmittag lässt der Regen nach und Stefan holt Pizza – leider fiel sie vom Rad, tat dem Geschmack aber keinen Abbruch 😋.

DIENSTAG, 28. Januar 2025
Heute morgen regnet es wieder, aber es soll später aufklaren. Das tut es tatsächlich und so machen wir uns gegen 16:30 Uhr mit unseren Fahrrädern zur Altstadt von Ronda.
Wir fahren über die tolle Puente Nuevo zuerst zur Kirche Iglesia Virgen de la Paz, zu der die Statue am Freitag getragen wurde. Leider kann man das Innere mit der Statue der Schutzpatronin der Stadt Ronda nur durch eine Glasscheibe im geschlossenen Tor einsehen.


Diese Statue der Schutzpatronin von Ronda wurde am Freitag (jährlich am 24. Januar) von der Iglesia de la Merced im Rahmen einer feierlichen Prozession zurück in „ihre“ Kirche (Iglesia de la Paz) getragen.


Weiter geht’s mitten rein in die Altstadt, vorbei an der Casa Gigante …



… und durch kleine Straßen …

zum Hauptplatz Plaza Duquesa de Parcent mit dem Ayuntamiento (Rathaus) und der Kirche Iglesia de Santa María La Mayor.
Ayuntamiento (Rathaus)
Es wurde 1734 errichtet und über eine einst vorherrschende Ladenzeile gebaut. Die Hausfassade besteht aus prachtvollen Bögen und Säulen. In den ersten Jahren nach dem Bau fungierte dieses Gebäude als Militärkaserne.

Iglesia Santa María la Mayor
Diese Kirche wurde zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert auf den Resten einer antiken Moschee (Mezquita Mayor) erbaut. Die lange Bauphase spiegelt sich auch in der Architektur dieser Kirche wider, die unterschiedliche architektonische Merkmale der jeweiligen Epoche aufweist. Von der arabischen Moschee ist noch der Mihrab vorhanden; die drei Kirchenschiffe stammen aus dem Spätgotischen; die Kirchturmspitze gehört zum Stil der Renaissance und das ein oder andere barocke Merkmal findet sich auch noch.
Eintritt 4,50€ inkl. Aufstieg auf die Dachballustrade.





Hier geht es nach oben – gut 60 hohe Stufen:









Um 18 Uhr schließt die Kirche (wir sind die letzten Besucher – war nicht viel los) und wir fahren weiter.
Die Iglesia Maria Auxiliadora ist nur über die Einfahrt eines großen Parkplatzes auf dem Platz einer alten Festung zu erreichen – wir haben sie eher zufällig entdeckt.


Weiter bergab …

… und wir kommen zur alten Stadtmauer, die Ronda begrenzte, bevor die Brücke gebaut wurde und man dann auch von der anderen Seite die Stadt erreichen konnte …



… mit dem Tor Puerta de Almocábar aus dem 8. Oder 9. Jahrhundert – Teil der Stadtmauer:



Dann fahren wir wieder zurück und vorbei an der Iglesia Espíritu Santo:

An diesem Ort stand einst ein Wachtturm der Almohaden, der im Zuge der Rückeroberung Spaniens (d.h. während der Belagerung durch christliche Truppen) zerstört wurde. 1505 war der Bau der heute dort befindlichen Kirche beendet. Bezeichnend an der äußeren Gestaltung ist die Nüchternheit und der Eindruck von Stärke und Macht, der diese Kirche umgibt.

Im Innenraum treffen Elemente aus der Gotik auf Merkmale der Renaissance. Im barocken Altar der Hauptkapelle hängt das Gemälde mit dem Titel: „Ankunft des Heiligen Geistes“, das der Kirche ihren Namen gibt.

Wir fahren zurück zur Puente Nuevo und machen noch einen kurzen Stopp an dem schönen Wandbild mit Keramikfliesen – Los Viajeros Románticos. In der Mitte sieht man die Stadt Ronda, drumherum sind Zitate aus dem 18. Jahrhundert von Reisenden, die über ihre Abenteuer in Ronda erzählen.

Jetzt aber weiter Richtung WoMo, es wird bald dunkel. Wir fahren erneut durch die Fußgängerzone – und ich muss wieder an einer der vielen Kirchen anhalten 😊😇 – der Iglesia del Socorro aus dem 18. Jahrhundert, also relativ neu:




Weiter durch die Fußgängerzone, wo ich auf die schnelle noch eine schöne bunte Stola finde, …

… und direkt zum Supermarkt Mercadonia. Dort u.a. Brot, Wein, Obst, Salat und natürlich Kekse eingekauft und nun zum WoMo.
Benni und Milla warten schon 🐶. Ist ja auch schon viertel vor acht und damit schon längst Fütterungszeit.

War eine anstrengende aber schöne Sightseeing Tour – den Feierabend haben wir uns verdient 😉.
MITTWOCH, 29. Januar 2025
Heute ist das Wetter wieder durchwachsen. Da wir nun für uns das Wesentliche von Ronda gesehen haben (aber bei Weitem noch nicht alles), werden wir morgen weiterfahren.
Morgens ist hier an der Ein- und Ausfahrt des Stellplatzes und an der Ver- und Entsorgung wieder Chaos. Gegen Mittag wird es ruhiger und wir nutzen die Zeit und entsorgen Abwasser und Toilette und tanken unseren Wassertank wieder voll.

Nochmal kurz im WoMo durchsaugen und Abfallbehälter leeren. Stefan bezahlt für die insgesamt 9 (!!!) Tage 195€.
Wir duschen nochmal ausgiebig hier am Platz und trinken zum Abschluss heute Abend noch einen Vino Tinto aus der La Mancha, Stefan schaut das Handball-Viertelfinale Deutschland 🇩🇪 – Portugal 🇵🇹 (leider mit 30:31 n.V. verloren 🙁) und ich schreibe Tagebuch.

Prost Ronda – war schön hier 🍷😊
