SAMSTAG, 1. Februar 2025
Die Nacht war mit Ohrstöpsel okay, die Sonne meint es auch heute wieder gut mit uns 🌞.
Nach dem Frühstück gehen wir mit Benni und Milla auf den Hundeplatz inmitten des Einkaufszentrums:


Gegen halb vier machen wir unsere Fahrräder fertig und fahren (ohne Hunde) in die Stadt.

Wir kommen nach etwa 2 km an die Stadtmauer …

… dann zur Iglesia Santiago – mit einem Wegweiser des Jakobsweges.


Weiter ins Zentrum:


Wir schieben die Fahrräder durch die Fußgängerzone zum Plaza del Arenal …




… und kommen zum Alcázar de Jerez de la Frontera, dem ältesten Bauwerk der Stadt.
Das Wort Alcázar kommt übrigens aus dem Arabischen (al-qasr) und bedeutet Festung. Seit dem elften Jahrhundert überdauert das mächtige Bauwerk Witterungseinflüsse, Kriege und Machtwechsel in der Region von Jerez. Das Conjunto Monumental del Alcázar – so nennen die Spanier diese gigantische Anlage – wurde von Mauren errichtet und beherbergte während der Maurenherrschaft in Andalusien mehrere Emire.
Während der Reconquista (der Wiedereroberung) kam Jerez – und somit auch der Alcázar – 1248 unter kastilische Regierung. Die Besatzer hinterließen mit der Festung ein beeindruckendes Zeugnis arabischer Baukunst.


Wir dürfen die maurische Festungsanlage leider nur von außen bewundern, da sie zur Zeit wegen Dreharbeiten geschlossen ist.






Direkt nebenan steht die Kathedrale von Jerez de la Frontera aus dem 17. Jahrhundert:


Orient trifft auf Okzident
Die Kathedrale von Jerez ist eines der Kirchengebäude, das stark vom orientalischen Einfluss geprägt wurde. So wurde der Grundstein des Baus zwar 1695 gelegt, doch sie wurde auf den Fundamenten der größten maurischen Moschee von Jerez errichtet, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Nach dem Rückzug der Mauren und dem Sieg der Europäer wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen.
Der Glockenturm selbst ersetzte das Minarett aus der Zeit der Mauren, ansonsten teilt sich die rechteckige Anlage insgesamt in fünf Kirchenschaffe auf, die in einer imposanten Kreuzform angelegt sind. Die Kuppel schließlich krönt die Kathedrale, die im Jahre 1778 vollendet wurde.







Auf dem Weg zurück kommen wir an einer der drei ältesten Sherry-Bodegas von Jerez vorbei, Tío Pepe.


Nach gut 2,5 Stunden und 9 km waren wir zurück im WoMo und da wir ja hier im Land des Sherrys sind, machen wir heute Abend unsere eigene Sherry-Verkostung:

Was soll ich sagen … Schmeckt interessant, aber ein schöner Grauburgunder ist uns lieber 😜😂.
